Gastronomiebedarf

Bain Marie – vom Labor in die Küche

bain marie

Bei der sogenannte Bain-Marie handelt es sich um ein Küchengerät, das hauptsächlich in der Gastronomie verwendet wird. In der Regel werden mit diesem Küchenutensil Speisen warm gehalten, wobei die Ursprünge dieses Speisewärmers nicht vollständig erforscht sind.

Es wird jedoch vermutet, dass die Bain-Marie von Maria Prophetissa – auch als Maria die Jüdin bekannt – erfunden wurde, die zwischen dem ersten und dem dritten Jahrhundert in Alexandria lebte. Den Namen Bain-Marie erhielt der Speisewärmer demnach von eben dieser Maria, die nicht nur eine bedeutende Erfinderin der Antike war, sondern auch eine bekannte Alchemistin. Die Verbindung der Bain-Marie mit Maria der Jüdin liegt nahe, da das heute als Speisewärmer verwendete Utensil aufgrund seiner Konstruktion als doppelwandiger Wassertopf und seiner weiteren Eigenschaften ein sehr nützlicher Gegenstand in der Alchemie war. Die Verwendung derartiger Utensilien im wissenschaftlichen Bereich hat sich bis heute fortgesetzt. In der Chemie wird beispielsweise ein Gerät verwendet, welches der Bain-Marie sehr ähnelt und das „balneum mariae“ genannt wird, die lateinische Übersetzung des Begriffes „Bain-Marie“. Im Tischlerhandwerk wird der ebenfalls der Bain-Marie sehr ähnliche Marientopf eingesetzt, um den als Warmleim verwendeten Holzleim auf Arbeitstemperatur zu halten.

Wasser

(Foto: Shaun Dunphy)

Aufbau, Funktion und Nutzung der Bain-Marie

Der Aufbau der Bain-Marie beziehungsweise Bad-Marie, wie der französische Name übersetzt wird, ist simpel und wird bereits im Namen des Küchenutensils angedeutet. Ist der von Maria der Jüdin entwickelte Simmertopf noch einteilig, weist die Bain-Marie heute zwei Teilen auf. So besteht sie aus einem beheizbaren Becken oder Topf, in welchem Wasser enthalten ist. In diesem Becken beziehungsweise Topf befindet sich ein weiterer Gastronormbehälter, der Speisen enthält und der nahezu vollständig von dem Wasser umgeben ist. Da sich in diesem Wasser die Wärme gleichmäßig verteilt, wird auch die im Gastronormbehälter enthaltene Speise hervorragend warm gehalten. Die Bain-Marie ist allerdings nicht nur als Speisewärmer ideal geeignet, sondern auch zum Erwärmen von Speisen sowie zum Schmelzen oder auflösen, etwa von Butter, Schokolade oder Kuvertüre. Beim Aufschlagen von empfindlichen Soßen wird vorzugsweise ebenfalls die Bain-Marie verwendet.

Vorteile der Bain-Marie

Die Vorteile der Bain-Marie liegen auf der Hand. Wasser ist ein sehr guter Wärmeträger, welcher Hitze gut speichert. Die Bain-Marie ist daher in der Lage, Speisen über einen längeren Zeitraum warm zu halten, ohne dass Energie zugeführt werden muss, um die Umgebung zu erwärmen. Ein weiterer Vorteil zeigt sich beim Aufschlagen empfindlicher Soßen oder beim Schmelzen von Substanzen wie Schokolade. Da sich der Topf, in welchem die Schokolade oder ein anderes Nahrungsmittel befindet, innerhalb eines Wasserbades befindet, kann dieser Behälter langsam und stetig aufgeheizt werden. Zudem wird dank des Wasserbades eine optimale Verteilung der Hitze gewährleistet. Und letztlich besteht zu keiner Zeit die Gefahr, dass die Nahrungsmittel die sich im inneren Topf befinden, anbrennen können, da die Temperatur stets unter dem Siedepunkt von Wasser bleibt – 100° C. Die Arbeitstemperatur des Wassers in Speisewärmern, die in professionellen Gastronomiebetrieben verwendet werden, kann zudem genau auf die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Jonas Sonnenberg

Jonas Sonnenberg

Jonas unterstützt unser Team tatkräftig im Bereich Social-Media-Marketing und betreibt gewissenhaft unseren Blog. Vor allem die Fast-Food-Szene liegt im sehr am Herzen.

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